3D Modelle nehmen im Marketing einen immer höheren Stellenwert ein. Auf den 1. Blick scheinen die Produktionskosten eines 3D Modells recht hoch, jedoch hat die 3D Produktvisualisierung gegenüber der klassischen Produktfotografie gleich mehrere entscheidende Vorteile.
Es lassen sich aus einem 3D Modell gleich mehrere Marketingkanäle bedienen. 3D Modelle sind damit Crossmarketing fähig und somit genau das, was Zukunfts- und kostenorientierte Marketingunternehmen und Abteilungen benötigen um sich am Markt zu behaupten.

3D Produktvisualisierungen lassen sich auf mehrere Arten präsentieren. Die Erstellung von Render Bildern entspricht in etwa der klassischen Produktfotografie. Diese werden meistens in Printmedien verwendet. Hierbei ist vor allem der geringere Aufwand bei der Erstellung der Umgebungs- und Aufnahmesituation hervorzuheben. Ist diese einmal erstellt, lassen sich unzählige Varianten ausprobieren. Lichtsituation, Arrangement der Objekte in der Szene oder Farben und Texturen. Nichts ist fest und mit nur wenigen Klicks anpassbar. Ist die Szene einmal „im Kasten“ lässt diese sich speichern und bei Veränderungen der Anforderungen oder des Produktes leicht abrufen und anpassen.

Anders ist dies bei klassischer Fotografie. Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor – ein Kunde möchte eine neue Produktlinie seiner Einbauküche abfotografieren lassen. Der klassische Ablauf im Fotostudio wäre der, dass dort eine größere Fläche zu Verfügung gestellt werden muss, die neben den Kosten und Aufwand für Logistik, Küchenbauer, Studiopersonal, Einrichtung etc. den Preis hierfür nach oben treibt. Sind die Aufnahmen zufriedenstellend muss der gesamte Aufwand vor der Aufnahme natürlich wieder geleistet werden. Ist die Küche abgebaut, lassen sich im nachhinein Änderungen im Bildmaterial nur schwer bis gar nicht vornehmen. Ein erneutes aufwendiges Shooting ist unter dem Gesichtspunkt der entstehenden Kosten undenkbar.

Hat der Kunde jedoch die Szenerie mit seiner Küche in 3D modellieren, einrichten und Rendern lassen, so genügt ein Klick um die gesamte Szenerie erneut in den Computer zu laden und die gewünschten Änderungen lassen sich spielend umsetzen. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der klassischen Produktfotografie.

Reichen stehende Bilder nicht aus, lassen sich die 3D Modelle auch für Echtzeitrenderer oder Browserbasiertes Echtzeitrendering nutzen. Gerade für Unternehmen die einen Onlineshop betreiben, ist ein 3D Modell sehr interessant. Der Kunde hat die Möglichkeit das Produkt aus allen Blickwinkeln im Shop zu betrachten und ist so in der Lage, sich ein genaues Bild des Produkts zu machen. Neben Verbesserung der SEO aufgrund der längeren Verweildauer auf der Webseite, reduziert dies natürlich die Retouren des Unternehmens und spart so bares Geld. Auch lassen sich 3D Modelle so fertigen, dass der Kunde verschiedene Varianten des Produktes gleich im Shop nach seinen Vorstellungen konfigurieren und bestellen kann. Die Technik die das erlaubt sind sogenannte 3D Konfiguratoren. Diese greifen bei Bedarf über eine API auf die 3D Daten, welche auf einem FTP gelagert sind zurück und sorgen so für eine schnelle Ladezeit der Webseite.

Eine Steigerung dessen wären dann noch die Verwendung der Modelle für Augmented oder Virtual Reality. Bei dieser Technik lassen sich die Modelle entweder in die Reale Umgebung einfügen (AR) oder der User taucht mit Hilfe eine VR-Brille in die Virtuelle Welt ein und schaut sich die Produkte dort an. Die Möglichkeiten sind schier Grenzenlos. Gerade bei AR hat der Kunde die Möglichkeit sich das Produkt in die Umgebung projizieren zu lassen und bekommt so schon vorab einen Eindruck wie das Produkt bei ihm auf dem Tisch oder in seinen Raum wirkt.